Ahrtaler Köksjen – die besondere Bohne aus dem Ahrtal aus dem eigenen Garten

Wie ihr ja hier im Blog schon seit vielen Jahren mitbekommen habt, habe ich eine sehr ausgeprägte Liebe zum Ahrtaler Köksjen. Diese ist eine ganz besondere Sorte Bohne, die hier aus meiner Heimat stammt. Im Jahr 2014 war ich auch bei Christian Havenith, der das Köksjen maßgeblich mit in die Arche des Geschmacks von Slowfood gebracht hat. Meinen Bericht dazu findet ihr hier. Den Eintrag bei Slowfood zum Köksjen hier.

Nun ist das leider so eine Sache mit alten Sorten und der Verfügbarkeit für den Otto-Normal-Verbraucher. Leider ist es immer schwieriger sie zu bekommen. Bei Christian Havenith bekommt man sie nur für die eigene Aussaht, aber nicht in größeren Mengen für den Verzehr. Man muss sich also schon auf die Suche begeben oder sie selbst anbauen. In den letzten Jahren ist es für mich immer schwieriger geworden das Köksjen irgend woher zu bekommen. Der Gemüsehändler meines Vertrauens, Andreas Schnabel in Bad Neuenahr, hat mir nun schon mehrere Jahre in Folge gesagt, dass die die er nun bekommen hat, wahrscheinlich die letzten waren. Ein sehr altes Gärtnerehepaar hat sie für ihn angebaut und sie können das nun körperlich einfach nicht mehr. Ich dachte schon das wäre es gewesen. Aber dann hat Andreas Schnabel doch noch einmal einen großen Schwung Köksjen gefunden. Ein Ahrweiler Gärtner, Franz-Josef Lingen, baut sie noch mit Passion in seinem Garten an.

Aber wie geht es nun weiter? Wie kann ich sicherstellen, dass ich auch in Zukunft immer Köksjen haben werde? Es führte kein Weg am eignen Anbau vorbei. Und somit habe ich die Bohnen nach den Eisheiligen ausgesät und sie bis in den Oktober an den Rankhilfen hängen lassen. So lange bis die Schoten getrocknet sind und man sie abnehmen konnte. Und nun halte ich endlich meine eigenen Köksjen in den Händen. Im Grunde ist es im Großen und Ganzen auch nicht viel Arbeit gewesen. Zum Glück hat mein Onkel mir hier nötiges Knowhow und auch Arbeit abgenommen. Eine Arbeit die ich völlig unterschätzt habe, war aber das pullen der Schoten. Für die ganze Ernte habe ich fast sechs Stunden benötigt. Ich finde das eine sehr schöne und beruhigende Arbeit, die man auch sehr gut vor dem Fernseher machen kann. Aber nach ein paar Stunden schmerzen die Hände und die Lust schwindet sehr schnell.

Dieses Wochenende habe ich dann meine erste Köksjes-Zupp aus meinen eignen Bohnen gekocht und ich bin sehr glücklich und zufrieden mit der ganzen Arbeit. Der Aufwand hat sich gelohnt! Nun muss ich schauen wie ich sie am besten lagere und mir auch einen Vorrat einfrieren, den ich im nächsten Jahr aussähen kann. Ich hoffe sehr, dass ich mit den gefrorenen Bohnen arbeiten kann, den wenn ich sie an der Luft lasse, könnte es sein das ein Käfer aus ihnen schlüpft und die Kerne von Innen aushöhlt. Ich weiß zwar nicht ob mein Saatgut davon betroffen ist, aber sicher ist sicher.

Im nächsten Beitrag schreibe ich euch mein Rezept von der Köksjens-Zupp auf. Und nun ab in die Bilder und die Videos:

 

 

 

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