Ostende eine kulinarische Reise nach Flandern

Anzeige. Dieser Artikel beinhaltet Werbung. Was bedeutet das?

Anfang September hat es unsere altbekannte Reisegruppe wieder einmal nach Flandern verschlagen, und zwar nach Ostende. Wenn ihr diese kulinarische Reise auch akustisch begleiten wollt, empfehle ich euch sehr die aktuelle Folge 321 im Küchen-Funk. Dieser Beitrag hier in meinem Blog soll die Erzählungen insbesondere mit Bildern und weiterführenden Links für euch ergänzen.

An einem wunderschönen Freitagmorgen sind wir zusammen aus Köln Richtung Belgien aufgebrochen. Das Wetter an diesem Wochenende sollte wieder einmal prächtig sein, und der blaue Himmel war die ganze Zeit unser Gast. Bisher war ich noch nie in Ostende gewesen und war sehr gespannt darauf, was mich erwartete. Die Reiseplanung, die wir an diesem Morgen erhielten, versprach ein Highlight nach dem anderen.  Seid also gespannt und startet mit mir in ein unvergessliches Wochenende in Ostende.

Als wir in Ostende ankamen, hatte ich bei diesem unglaublich perfekten Wetter sofort starke Urlaubsgefühle. Die Stadt ist sehr schön angelegt und teilt sich in der Mitte am Hafen. Das macht sie sehr übersichtlich, und man findet sich superschnell zurecht. Auch gibt es hier einen sehr guten öffentlichen Nahverkehr. Mit Straßenbahn und Bussen war man überall in der Stadt schnell unterwegs. Das hat uns an diesem Wochenende das Reisen durch die Stadt sehr erleichtert. Ich war ebenfalls beeindruckt von der Vielzahl an qualitativ hochwertigen Lebensmittelgeschäften aus allen Branchen – genauso wie von den vielen guten Restaurants, die überall zu finden waren. In dieser Stadt kann man wirklich einiges erleben.

Unsere Unterkunft: Les Cabanes – https://www.visitoostende.be/
Dies war unsere Unterkunft in Ostende. Es ist ein kleines Paradies, etwas außerhalb, aber durch den ÖPNV auch schnell mit der Innenstadt verbunden. „Paradies“ ist an dieser Stelle wirklich nicht übertrieben. Es ist ein riesiger, verwunschener Garten mit architektonisch wundervollen kleinen Ferienhäusern, die keine Wünsche offenlassen. Sie sind gemütlich mit Holz verkleidet, haben kaum spitze Ecken und man fühlt sich sofort wohl. Außerdem ist die Ausstattung außergewöhnlich: eine komplett eingerichtete Küche von Le Creuset, ein einsatzbereiter Kaffeevollautomat mit besten Bohnen, ein Kamin und sogar ein Wasserhahn, der sowohl Sprudel- als auch Teewasser liefert. So etwas habe ich bisher in keinem Ferienhaus erlebt!

Zusätzlich hat jedes Haus einen eigenen Hot Tub, den man mit Feuerholz selbst aufheizen kann. Für das Wellness-Herz gibt es außerdem einen riesigen Schwimmteich und eine kleine Wellness-Insel mit Fasssauna. Da keine Autos auf dem Gelände fahren dürfen (die Wege sind verwinkelt und eng), gibt es an jedem Haus ein elektrisches Lastenrad, mit dem man Dinge transportieren oder zum Strand fahren kann. Dazu kommt noch ein Fahrrad pro Hausgast. Wer etwas einkaufen möchte, kann den begehbaren Erdkühlschrank nutzen, im Gemüsebeet ernten oder im Hühnerstall nach Eiern schauen. Es ist unglaublich, wie liebevoll an jede Kleinigkeit gedacht wurde und mit welcher Qualität alles umgesetzt ist.

Garnelenfischen – https://www.visitoostende.be/
Ein sehr spannender Programmpunkt war das Garnelenfischen direkt am Strand. Hierfür haben wir uns in Gummihosen und Ölzeug begeben und gelernt, wie man Garnelen fischt. Dazu wird ein großes Netz verwendet, das an zwei Seilen hängt und von jeweils drei Personen hüfthoch quer über den Strandboden gezogen wird – natürlich zur richtigen Zeit bei Ebbe.

Leider war das Wetter nicht optimal, sodass der Fang recht klein ausfiel. Dennoch haben wir unglaublich viel über diese traditionelle Form gelernt. Jeder darf dies in Belgien ohne Extraerlaubnis machen, und Kinder wachsen mit dieser Tradition auf. Wir hatten nur fünf Garnelen im Netz – aber ich habe es mir nicht nehmen lassen, sie direkt roh im Wasser zu probieren. Ihr Aroma war sehr fein! Gleichzeitig wurde uns bewusst, wie anstrengend diese Arbeit ist. An manchen Stränden übernehmen sogar Pferde das Netzziehen, die meisten Garnelen werden heute jedoch auf dem Meer mit Schiffen gefangen.

Unser Abendessen im Hotel du Parc – https://www.hotelduparc.be/
Nach unserem Ausflug ans Meer und der schweißtreibenden Arbeit mussten wir uns abends natürlich stärken. Dafür sind wir in ein altes, sehr bekanntes Restaurant mitten in Ostende gegangen: das Hotel du Parc. Es ist nicht nur ein Hotel, sondern hat auch ein sehr gutes Restaurant, das klassische belgische Küche anbietet.

Natürlich haben wir dort auch einen belgischen Klassiker probiert: die Garnelen-Kroketten. Sie sind innen cremig-aromatisch und außen wunderbar knusprig – eine perfekte Vorspeise. Danach gab es für mich ein Steak von der Metzgerei Dierendonck, das ihr ja mittlerweile gut von uns kennt. Dazu Fritten, Salat, einen Espresso Martini und Crème brûlée. Ein echter Genuss! Mein Tipp: Wer in Ostende ist, sollte dieses Restaurant unbedingt besuchen.

Am Samstag MOrgen: Food Tour mit Podcaster Stijn Deschacht – https://www.instagram.com/overetenpodcast

Am nächsten Morgen haben wir eine kulinarische Stadtführung mit dem Podcaster Stijn Deschacht gemacht. Er betreibt einen sehr erfolgreichen Food-Podcast in Belgien und spricht ausgezeichnet Deutsch. Hauptberuflich ist er Koch und Mixologe, entwickelt also Cocktails in Bars.

Wir trafen uns am alten Fischmarkt, der immer noch von Fischern aus Ostende betrieben wird. Dort wird fangfrischer Fisch der Nacht verkauft. Stijn erzählte uns viel über die Geschichte des Ortes und der Fischerei. Anschließend führte er uns durch Ostende zu seinen kulinarischen Highlights – von Bäckereien über Patisserien bis hin zu Metzgereien und Chocolatiers. Besonders beeindruckt hat mich ein Feinkostgeschäft, wie man es in Deutschland kaum noch findet. Dort kauften wir auch Zutaten für ein gemeinsames Abendessen mit Stijn.

Belgiens einzige Austernfarm: Oesterput – https://de-oesterput.be
Eines meiner persönlichen Highlights war der Besuch einer Austernfarm. Es ist erstaunlich, dass ich als Austernliebhaber noch nie zuvor auf einer solchen Farm gewesen war. Da wir hungrig ankamen, haben wir erst im angeschlossenen Restaurant gegessen – ein wahres Festmahl aus Austern in verschiedenen Zubereitungen, Muscheln, Garnelen, Schnecken, Räucherfischsalat, Lachs und natürlich Pommes. Alles war köstlich, aber die Austern waren mein Highlight.

Danach besichtigten wir die Austernbänke und lernten viel über die Zucht. Es ist die einzige Austernfarm in Belgien, betrieben in einem See mit Brackwasser statt im Meer. Da es hier keine Gezeiten gibt, müssen die Austernkörbe von Hand regelmäßig bewegt werden. Dieses Training stärkt den Muskel, verbessert das Aroma und erlaubt längeren Transport. Erstaunlich fand ich, dass eine handelsübliche Auster oft rund sieben Jahre alt ist. Besonders die winzigen Baby-Austern haben mich fasziniert.

Am Samstag-Abend haben wir selbst gekocht

Am Samstagabend haben wir dann mit Stijn in unserer Unterkunft auf den Keramikgrills ein wunderbares mehrgängiges Abendessen gekocht. In der Galerie seht ihr nur eine kleine Auswahl, da mir spät am Abend das Licht ausging. Ein ganz besonderer Gang fehlt daher: ein drei Kilo schwerer Steinbutt, den Stijn für uns zubereitet hat. Es war ein großer Spaß, in einer so gut ausgestatteten Küche gemeinsam zu kochen. Es gabe Weißwurst mit Bimi & Speck, Austern, verbrannter Lauch mit Vinaigrette, Oktopusarme in Nduja gebraten mit Pluma, Pimientos de Padron & Schnittlauch-Mayo und dann noch gegrillter Blumenkohl mit Braunerbutter und Nüssen, sowie diverse Würste und Steaks.

Am Sonntag Morgen: Brot-Workshop bei der Bakkerij Decock – https://www.visitoostende.be/
Am letzten Tag erlebten wir noch ein Highlight: einen Brot-Workshop bei Vater und Sohn der Bäckerei Decock. Ihre Leidenschaft für Sauerteig und besondere Mehlsorten hat uns begeistert. Wir durften selbst Teig kneten und dadurch auf besondere Weise erfahren, wie wichtig Ruhezeiten und Temperaturen sind.

Die beiden legen viel Wert auf Wissensvermittlung und sind Teil der „Ambassadeurs du Pain“, deren Ziel es ist, traditionelles Handwerk weiterzugeben. Ihr Brot war hervorragend, aber auch ihre Patisserie ein Traum. Zudem sind ihre Bäckereien wahre architektonische Meisterwerke: clean, weiß, minimalistisch – beinahe wie Schmuckgeschäfte.

Am Anreisetag haben wir natürlich auch die neu eröffnete Charcuterie von Dierendonck besucht – für uns als langjährige Fans ein Pflichtbesuch. Der neue Laden ist wunderschön und perfekt auf die Produkte ausgerichtet. Dort probierte ich einen Pastrami-Burger, der seinesgleichen sucht: aromatisches Pastrami von der Plancha, saftig wie nie zuvor, serviert im Croissant-Bun mit Kimchi-Mayo – absolutes Soulfood! Zusätzlich nahmen wir noch ein Care-Paket aus der Aufschnitttheke mit. Dieser Metzger ist ein ganz anderes Level – ein Besuch ist Pflicht!

https://www.dierendonck.be/en/pages/atelier-dierendonck-oostende

Ich kann euch einen Besuch in Ostende nur wärmstens empfehlen. Gerade die kulinarischen Möglichkeiten sind enorm vielfältig, und man kann sie unmöglich alle auf einmal erleben. Die Stadt ist wunderbar zu erkunden, und wir haben viele weitere Spots entdeckt, die wir beim nächsten Mal unbedingt besuchen wollen!

Zu dieser Pressereise wurden wir von VisitFlanders geladen. Auf den Inhalt dieses Artikels wurde kein Einfluss genommen.

Keine Kommentare zu "Ostende eine kulinarische Reise nach Flandern"

    Hinterlass einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht