Rheinischer Sauerbraten vom Pferd

Mein bester Freund hat sich einmal gewünscht, echten rheinischen Sauerbraten vom Pferd zu essen. Und da nun unter anderem auch Weihnachten war, erfüllt man solche Wünsche natürlich gerne! Ich habe Pferdesauerbraten bisher auch noch nie gegessen oder zubereitet. Dafür natürlich aber schon den mit Rind oder auch einen aus dem Sousvide. Ausserdem habe ich schon mal Pferd gegessen, und zwar als Rumpsteak oder auch das Filet.

Der Vollprofi würde wahrscheinlich hingehen und die Einlegelake auch selber machen. Wir haben aber das Fleisch aber schon direkt fertig vom Pferdemetzger eingelegt und einvakuumiert bezogen. So konnte man es dann super die 14 Tage ziehen lassen und dann weiter zubereiten. Hier der Link zu meiner Bezugsquelle – Pferdemetzgerei Stamm aus Speyer. Dies ist keine Werbung, da wir das Fleisch dort selber online gekauft habe und ich euch gerne bei der Suche helfen möchte. Qualitativ war dieses Fleisch echt super. Es wurde sehr zart und auch der Einlegesud ist genau nach meinem Geschmack gesäuert gewesen. :)

Rein geschmacklich ist es sehr ähnlich einem Rindersauerbraten, wie ich finde. Durch die Dominanz der Sauce und der Säure ist hier nicht mehr so ein großer Unterschied. Dennoch ist die Fleischfaser schon anders und die Konsistenz gefühlt zarter.

Für mich war es jedenfalls ein Geschmackserlebnis, das ich in jeden Fall gerne wiederholen werde. Unter anderem auch schon deshalb, dass ich sehr schade finde, dass die Tradition des Pferdemetzgers so stark zurückgeht und man kaum noch welche findet. Aber natürlich auch wegen des kulinarischen Erlebnisses. Es ist schon etwas anderes und schmeckte sehr, sehr gut!

 

Rheinischer Sauerbraten vom Pferd

Zubereitungszeit: 3 Stunden
Personen: 6

Zutaten

  • 2 kg Pferdesauerbraten (roh gekauft, 14 Tage in Lake eingelegt, online bezogen)
  • 2 Möhren, in Scheiben
  • 300-400 g Knollensellerie, gewürfelt (ca. 1/2 Knolle)
  • 1 große Gemüsezwiebel, gewürfelt
  • 1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
  • 2 EL Tomatenmark
  • 500 ml trockener Rotwein
  • 500 ml Rinderfond
  • Gesiebter Essig-Sud aus der Einlage (ca. 300-500 ml, nach Bedarf)
  • 150g harte Aachener Printen (zerbröselt)
  • Butterschmalz oder Öl zum Anbraten
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Fleisch aus der Lake nehmen, abtropfen und gut abtupfen. Gusseisenbräter auf hoher Hitze mit Butterschmalz erhitzen, Fleisch von allen Seiten kräftig anbraten, bis es braun ist.
  2. Gemüse (Möhren, Knollensellerie-Würfel, Zwiebel, Lauch) hinzufügen, kurz mitrösten, Tomatenmark einrühren und 2 Minuten anschwitzen. Mit Rotwein ablöschen, stark einkochen lassen, dann Rinderfond und gesiebten Essig-Sud angießen.
  3. Mit Salz und Pfeffer würzen. Deckel aufsetzen, Hitze auf niedrige Stufe reduzieren (sanftes Köcheln), ca. 2,5 Stunden schmoren. Fleisch alle 30-45 Minuten wenden und ggf. Flüssigkeit nachgießen, bis es zart ist (Kerntemperatur ca. 85-90 °C).
  4. Sauce finalisieren: Fleisch herausnehmen und warm stellen. Sud durch ein Sieb gießen, zurück in den Bräter geben und auf dem Herd bei mittlerer Hitze zerbröselte Aachener Printen einrühren, bis die Sauce sämig wird.
  5. Sauce finalisieren: Fleisch herausnehmen und warm stellen. Sud durch ein Sieb gießen, zurück in den Bräter geben und auf dem Herd bei mittlerer Hitze zerbröselte Aachener Printen einrühren, bis die Sauce sämig wird. Sauce am besten noch einmal pürieren und ggf. mit Speisestärke abbinden. Durch die Printen wird die Sauce aber auch schon gut gebunden.
  6. Mit Salz, Pfeffer oder Essig abschmecken. Fleisch in Scheiben schneiden, in der Sauce erwärmen.

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