Türkei Vegetarisch

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Ich habe jetzt hier das neue Kochbuch von Orhan und Orkide Tancgil. Die beiden machen schon seit Jahrzehnten den Blog „Koch dich Türkisch“. Ich folge dem Blog schon seit Ewigkeiten und auch der Instagram-Seite, verfolge ihr Tun und finde es sehr, sehr schön, wie sie die türkische Küche präsentieren. Sie zeigen sehr authentische Gerichte, sehr regional geprägt, oft mit Geschichte dazu, was man sich unheimlich gut anschauen kann.

Jetzt haben sie ein neues Kochbuch, erschienen im Brandstätter Verlag, und das heißt „Türkei vegetarisch“. Dieses Buch habe ich mir einmal angeschaut, gerade weil ich so ein großer Fan von den beiden bin und mir auch die Bücher vom Brandstätter Verlag generell sehr gut gefallen. Und gerade diese vegetarische Reihe ist sehr schön ausgearbeitet und zeigt mir viele Kniffe, die ich bei uns in der Agentur sehr gut einsetzen kann, da ich dort ja auch viel vegetarisch koche.

Ich suche mir dafür gerne Inspirationen aus diesen vegetarischen Kochbüchern. Zum einen, weil wir natürlich Vegetarier haben, aber zum anderen auch, weil diese Gerichte teilweise preisgünstiger zuzubereiten sind. Das ist dann eine schöne Ergänzung für mein Potpourri, das ich so in der Agentur koche. Und gerade wenn zu der vegetarischen Küche dann noch eine Länderküche dazukommt, kann man in der Woche verschiedenste Themen spielen. Die Türkei bietet da ein weites Feld an Rezepten – und das habe ich mir hier eben einmal angeschaut.

Ich habe euch unten auch ein Rezept mitgebracht: einen Kichererbsen-Wrap mit Sumach-Zwiebeln. Ich bin ein großer Fan von Sumach; dieses Gewürz fasziniert mich schon Ewigkeiten. Es bringt eine Säure mit, wie man sie eigentlich nur von Zitrusfrüchten kennt, dabei ist es ein Pulver. Diese britzelnde Säure macht für mich mega Spaß, sie in Gerichten zu haben. Und deswegen habe ich euch das Rezept für den Kichererbsen-Wrap mit Sumach-Zwiebeln mitgebracht.

Auch sehr schön ist, dass die Kichererbsen mit einer kräftigen Gewürzmischung in der Pfanne gebraten werden. Gerade diese Kombination aus den wuchtigen Gewürzen bei den Kichererbsen und dann dieser frischen, säuerlichen, zwiebeligen Note durch die Zwiebeln macht das zu einem unheimlich genialen Mittagessen. Ich bin sehr froh, euch dieses Rezept unten mitgebracht zu haben – das solltet ihr euch unbedingt anschauen.


Ein Blick ins Buch

Dann habe ich auch noch ein bisschen was zum Inhalt für euch. Das ganze Buch gliedert sich in verschiedene Kapitel: Es gibt Rezepte zu Suppen und Eintöpfen, dann Meze, Aufstriche und Cremes, dazu frische Salate und Beilagen. Außerdem findet ihr Gerichte in Olivenöl und gefüllte Rezepte, dann Gemüse als Hauptgericht. Es gibt ein eigenes Kapitel für Pilaf, Börek und Co. – und natürlich auch etwas Süßes.

Außerdem sind Menüvorschläge angehängt, sodass man verschiedene Rezepte auch zu einem schönen Menü kombinieren kann. Was ich auch super finde: Sie haben Icons an den Rezepten, die einem weitere Hinweise geben. Zum Beispiel, welche Rezepte gut zum Meal Prep geeignet sind, welche zur schnellen Küche gehören, welche gut wandelbar sind, also wo man einfach etwas anpassen kann, welche One-Pot-Gerichte sind oder wie man das Ganze vegan abwandeln kann bzw. welche von Haus aus vegan sind.

Diese Rezepte sind wirklich super gut gemacht. Es ist eine Vielzahl von Rezepten drin, mit wunderschön gemachten Fotos und sehr gut geschriebenen Anleitungen. Ich habe noch weitere Sachen gefunden, die ich sehr gerne mal zubereiten würde. Da ist zum Beispiel ein hübscher roter Salat aus Rotkohl – ein bisschen Coleslaw-mäßig – mit Granatapfelkernen und Paprika, der wirklich hübsch rot ist.

Dann habe ich hier noch einen Rote-Bete-Linsensalat mit Feta, einen Buchweizen-Kohlrabi-Salat und – wenn wir Richtung Hauptgänge gehen – Crispy Erbsen-Käse-Puffer. Die sind so ein bisschen wie der deutsche Reibekuchen, aber eben mit Erbsen und Käse, und die sehen auch richtig gut aus. Und dann noch einen Liebling von mir: wilder Brokkoli mit Bohnen und Tahini-Joghurt.

Man lernt in diesem Kochbuch auch sehr viel über die typischen Zutaten der türkischen und arabischen Küche: über Gewürze, Würzsoßen, Joghurt, Käse, Tahini. Das ist wirklich wunderbar, weil man in diesem Buch so vielseitig über die Heimatküche der beiden lernt. Ich kann dieses Buch nur sehr empfehlen.

Das Buch bekommt ihr z.B. hier bei Amazon über meinen Affiliate Link: https://amzn.to/4oK3QgL

Und das Rezept für die Kichererbsen-Wrap mit Sumach-Zwiebeln gibt es natürlich nach der Bilder Galerie!

Rezept: Kichererbsen-Wrap mit Sumach-Zwiebeln & Dürüm

Zubereitungszeit: 45 Minuten
Personen: 4-6

Zutaten

  • 6-7 EL natives Oliven-dextra (oder 4-5 EL Butter)
  • etwa 1 kg gegarte Kichererbsen
  • 2TL pul biber (Chiliflocken) edelsüß oder geräuchert
  • 3TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1½ TL Salz
  • ½ TL Pfeffer
  • 4 große dünne Weizenfladen (lavas)
  • FÜR DIE SUMACH-ZWIEBELN
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 1-2 EL natives Olivenöl extra
  • 2 TL sumak (Sumach)
  • 5-6 Stängel Petersilie
  • Salz und Pfeffer
  • ZUM GARNIEREN & SERVIEREN, AUF WUNSCH
  • 2 Tomaten
  • 4 Zitronenspalten mehr Gewürze wie Sumak, Pul biber und Kreuzkümmel

Zubereitung

  1. Ein türkisches Streetfood aus Antep, bei dem Kichererbsen mit Gewürzen gebraten, gestampft und mit Sumach-Zwiebeln in ein dünnes Fladenbrot (lavaş) gewickelt werden - sehr lecker und superschnell gemacht. Perfektes Mealprep fürs Büro oder unterwegs.
  2. Zuerst die Sumach-Zwiebeln vorbereiten. Dafür die Zwiebeln abziehen, halbieren und in sehr feine Streifen hobeln. Mit ½ TL Salz, etwas Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl gründlich verkneten. Das macht sie bekömmlicher und aromatischer. Sumach und klein geschnittene Petersilie unterheben.
  3. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Kichererbsen und Gewürze hinzufügen und etwa 3-4 Minuten unter Rühren braten. Dabei die Kichererbsen leicht mit dem Kochlöffel zerdrücken (nicht zu sehr, nur ein bisschen), so geht der Geschmack der Gewürze noch mehr in die Hülsenfrüchte über.
  4. Jeweils 1 oder 2 Weizenfladen kurz auf die Kichererbsen legen und erhitzen. Eventuell sogar etwas in die Kichererbsen tunken, damit das gewürzte Öl auf die Fladen übergeht. In jeden Fladen etwas von den Kichererbsen und den Sumach-Zwiebeln geben. Auf Wunsch mit halbierten Tomatenscheiben, Saft aus den Zitronenspalten und weiteren Gewürzen toppen, seitlich einklappen und aufrollen.
Das Kochbuch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.

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