Langsam geschmorte Lammhaxe – in fünf Stunden zum zarten Genuss

Mein Braten an Weihnachten war dieses Jahr eine langsam geschmorte Lammhaxe. Die Zartheit dieser Haxe war einfach unübertroffen und hat mich schlichtweg umgehauen. Das ist der Vorteil wenn man Fleisch am Knochen schmort, wie z.B. auch bei Osso Bucco. Worauf man achten sollte ist die Qualität der Lammhaxe. Es kann natürlich passieren das man eine leichte Hammelnote erhält. Dies kann man aber sehr gut feststellen in dem man schon an den rohen Haxe riecht. Im Zweifel vielleicht einfach mal beim Metzger fragen. Bei jungem Lamm hat man meist noch mehr Glück. Ihr erhaltet aber auch bei Haxe die ein wenig hammelt ein tolles Ergebnis, vorausgesetzt eure Gäste essen es dann auch gerne. Also ich kann euch dieses langsame schmoren nur empfehlen! Das besondere an diesen Schmorgerichten ist für mich auch immer die Sauce. Wie ihr ja auch schon im vorherigen Post feststellen konntet, stehe ich total auf Sauce. Aber ich denke das ich mit dieser Meinung nicht alleine da stehe und der ein oder andere gerne mal zum Schluß noch mal den Löffel in die Sauciere taucht und die Sauce pur genießt. ;)

Zutaten für 5-6 Personen:

  • 6 Lammhaxe
  • 800ml Lammfond
  • 0,75 Liter Rotwein / Spätburgunder
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1 Teelöffel Schwarze Pfefferkörner
  • 2 Stangenlauch
  • 3 Möhren
  • 1/2 Knolle Sellerie
  • 2 Rote Zwiebeln
  • 1 Bund Thymian
  • 1 Bund Rosmarin
  • Salz & Pfeffer
  • 2 EL Tomatenmark
  • Olivenöl

Zubereitung:

  1. Lauch, Möhren, Sellerie und Zwiebeln schälen und grob würfeln.
  2. Die Lammhaxe waschen, trocken tupfen und danach salzen.
  3. Olivenöl in einem Bräter erhitzen und die Haxen darin kräftig von allen Seiten anbraten.
  4. Danach die Haxen herausnehmen und auf einem Teller beiseite stellen. Den Ofen auf 160°C vorheizten.
  5. Nun im Bräter das gewürfelte Schmorgemüse mit dem Tomatenmark kräftig anbraten. Das Tomatenmark soll schön dunkel werden.
  6. Danach geben wir den Rotwein, den Lammfond, Lorbeerblätter und Pfeffer hinzu.
  7. Rosmarin und Thymian binden wir mit einem Garn zu einem Sträusschen und werfen es auch dazu. Ausserdem kommen die Haxen wieder dazu. Die Haxe sollte weitestgehend bedeckt sein.
  8. Das Ganze kommt nun für eine Stunde mit Deckel bei 160°C in den Ofen, danach für 2 Stunden bei 130°C und danach noch mal für eine Stunde bei 100°C. Zwischendurch kann man die Haxe auch einmal wenden. Am Ende sollen die Knochen so aus dem Fleisch rutschen.
  9. Zum Schluss nimmt man die Haxe aus dem Bräter und stellt sie kurz beiseite. Aus der Flüssigkeit nimmt man nun das Kräutersträußchen und gibt den Rest durch die Flotte Lotte. danach gibt man die Flüssigkeit noch einmal durch ein feines Sieb. Nun kann man die Sauce noch nach belieben mit Butter oder Saucenbinder eindicken. Die Haxe gibt man nun wieder hinzu und lässt sie ziehen.
  10. Dazu gab es bei mir gemischtes Ofengemüse und Rosmarin-Kartoffeln aus der Pfanne.

Lammhaxe

Lammhaxe

Schmorgemüse

Schmorgemüse

Schmorgemüse und Lammhaxe

Schmorgemüse und Lammhaxe

Schmorgemüse und Lammhaxe

Langsam geschmorte Lammhaxe - in fünf Stunden zum zarten Genuss

Langsam geschmorte Lammhaxe - in fünf Stunden zum zarten Genuss

Langsam geschmorte Lammhaxe - in fünf Stunden zum zarten Genuss

5 Kommentare zu "Langsam geschmorte Lammhaxe - in fünf Stunden zum zarten Genuss"

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    lieberlecker 14. Februar 2013 (16:29)

    das sieht hammermässig aus … mmmmhhhhh … !
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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      Küchenjunge 15. Februar 2013 (11:10)

      Danke dir! ;)

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    Thomas 20. November 2013 (20:39)

    Ich hab auch gerade vier Lammhachsen im Ofen. Die sind bei uns fast das Lieblingsteil vom Lamm oder gern auch Schaf. Dein Rezept hört sich jedenfalls auch super an.

    Was den Schafs- oder gar Hammelgeschmack angeht, den manche nicht so mögen: Such dir Tiere, die langsamer wachsen dürfen und nicht mit Kraftfutter gepuscht werden. Es kann auch etwas von der Rasse abhängen, die reinen „Fleischrassen“ brauchen halt irgendein Kraftfutter. Bei unseren Tieren hatten wir jedenfalls noch kein Mal so einen Fehlgeschmack, auch bei den erwachsenen Schafen nicht.

    Viel Spaß noch — Thomas

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      Küchenjunge 22. November 2013 (09:50)

      Ich habe diesen Geschmack aber eigentlich auch ganz gerne, aber wie gesagt manche Gäste halt nicht. Das mit den langsam wachsenden Tieren hört sich sehr plausibel an. Dennoch bekommt man bei unserem Metzger „ganz tolles“ Deichwiesen-Salzlamm und selbst da hatte ich schon Filets die hammelten. Vielleicht muss ich hier mal neue Quellen auf tun und besser zuschauen wie das Tier wächst… :-/

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        Thomas 22. November 2013 (11:46)

        Klar, in Maßen ist das auch kein Problem. Fleisch, das nach garnix schmeckt, gibts eh genug. ;-)

        Schäfer oder Schafhalter gibts eigentlich überall, darunter auch ’ne Menge, die die alten Landschafrassen halten und gern direkt vermarkten. Ein küchenfertig zerlegtes Lamm braucht auch nur eine einzige Schublade im Gefrierschrank…

        Beste Grüße — Thomas

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