Pizza – 485 Grad in Köln – in 60 Sekunden zur italienischen Offenbarung

Wie ihr ja auch schon im Küchenfunk gehört habt, sollte in nächster Zeit ein neuer Pizzaladen in Köln eröffnen, und zwar DER Pizzaladen. Letzte Woche war es dann so weit und die Preopening Phase läuft an, die ersten Pizzen flogen schon über Facebook und ich musste es einfach probieren gehen. Was ist dran an dieser wahnsinnigen Pizza, habe ich mich gefragt. Die drei wichtigsten Fakten bekommt man schnell mit: 485 Grad heißer Spezialofen, 72 Stunden Teigruhe, 60 Sekunden Backzeit. Das sind drei Zahlen die einem schon mal die Ohren schlackern lassen. Er ist eine Traditionsofen handgefertigt von Stefano Ferrara aus Neapel mit weltbekanntem Ruf (Artikel darüber – English). Die Geschichte wie dieser Ofen nach Köln kam, kann man wunderbar auf Facebook verfolgen. So musste zum Beispiel die Frontscheibe des Ladens ausgebaut werden, damit dieses Prachtstück an seinen vorbestimmten Platz kam.

Zweiter Aspekt ist die lange Teigruhe – 72 Stunden ist jede Menge und sehr selten zu finden. Durch diese lange Ruhe bekommt der Teig sein Aroma und ganz besonders seine Seidigkeit. Ich finde das der Teig beim kneten schon seine Konsistenz verraten muss – er ist genau richtig wenn er busenweich ist. Und das unglaubliche ist, das dieser Teig nach dem backen diese Anmutung nicht verliert. Die Pizza ist knusprig, aber die Samtigkeit spürt man noch auf der Zunge und das ist phänomenal. Der Qualitätsanspruch der Jungs ist enorm – ist der Teig einmal leer, gibt es keine Pizza mehr. Nicht das dort schon „jüngere“ Teigrohlinge fertig wären, aber diese sind halt noch zu jung zum verarbeiten. Gerade in der ersten Phase wird man ja von Neugierigen überrannt und dann kann es auch schon mal passieren, das die Teigvorräte zur Neige gehen und dann liest man auf Facebook – Ende für heute.  Und das finde ich wirklich bemerkenswert, denn wer sagt schon zu seiner Kundschaft, dass es nix mehr gibt, obwohl man einfach den Teig nehmen könnte der nicht so weit ist. Die Qulität die dann über den Tresen geht, wollen sie nicht verkaufen und das ist eine Klasse Einstellung.

Die letzte Zahl ist die 60 – nur 60 Sekunden verbringt die Pizza im Ofen. Und das hört sich einfacher an, als es am Ende ist. Der Ofen hat verschiedenen Temperaturzonen und der Pizzabäcker muss in diesen 60 Sekunden die Pizza immer wieder durch den Ofen bewegen, sonst verbrennt sie. Also ist hierbei Know How und eine ganz besondere Erfahrung gefragt. Durch die Hitze kann natürlich auch mal ein Stück Rand etwas zu dunkel werden, aber wer das nicht mag, kann es ja auch einfach wegschneiden – die Pizza ist eh groß genug. Gerade im Hochbetrieb, in der Monsterhitze dieses Ofens, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht den Überlick zu verlieren, ist schon eine enorme Leistung.

Wenn man zum ersten mal hier hin kommt, bekommt man empfohlen die Pizza Margherita zu probieren, damit man das Konzept versteht. Ich dachte im ersten Moment – Pizza Margherita? – wann habe ich die das letzte mal in einer Pizzeria gegessen? Dann habe ich mich aber darauf eingelassen und verstanden was er meinte. Hier schmeckt man wirklich was diese drei grandiosen Zahlen bewirken. Zudem versteht man den Qualitätsanspruch, der ja noch viel weiter reicht. Alle Zutaten sind aus Italien, das Mehl, die Tomatensauce, der Mozzarella und das Olivenöl. Diese einfachen Komponenten ergeben eine Geschmacktsbombe und man kann sie einzeln und in ihrer ganzen Pracht erschmecken. Wer dann mit der Regina Margherita fertig ist, kann die anderen probieren. Zum Beispiel den „Popeye Pie“ mit Pecorino Romano, Gruyere, Mozzarella, Knoblauch und frischem Baby Spinat oder „The Speckenwolf“ mit Oregano, Mozzarella, gebratenen Champignons, roten Zwiebeln und Bacon. Natürlich gibt es das Ganze auch zum Mitnehmen für zuhause und ich musste einfach noch die Pizza Salami für das Frühstück am nächsten Morgen mitnehmen, aber nicht ohne extra Fenchel-Salsiccia. Sie war auch kalt ein Traum, wobei der Rand dann einfach verloren hat, aber das ist ja normal. Auch nach so langer Zeit, war der Boden noch knusprig und samtig zugleich. Nicht jede Pizza wird mit Tomatensauce gemacht – mache haben es einfach nicht nötig wie man auch sehr gut an der Pizza „Speckenwolf“ sehen kann. Hier sind die Aromen so schön präsent, das eine Tomate nur stören würde.

Ich bin schon sehr gespannt mit welchen neuen Sachen sie nach der Preopeningphase aufwarten werden. Bald soll es hier auch alkoholische Getränke geben und die Auswahl wird sehr mächtig sein. Craftbiere und Große Gewächse warten darauf genossen zu werden. Dort kann man aber auch sehr gut antialkoholisch trinken. Es gibt eine große Auswahl an Erfrischungsgetränken die man sonst eher selten sieht, wie z.B. Curiosity Cola.

Also mein Tip: Geht da hin und probiert diese außergewöhnliche Pizza. Ich war und bin sehr begeistert!

Mehr Infos zum 485 Grad findet ihr hier: https://www.facebook.com/485Grad


[UPDATE:] Hier jetzt auch die Speisekarte – Stand: 14.08.2014

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Pizza - 485 Grad in Köln - in 60 Sekunden zum unglaublichen Genuss

Pizza - 485 Grad in Köln - in 60 Sekunden zum unglaublichen Genuss

Pizza - 485 Grad in Köln - in 60 Sekunden zum unglaublichen Genuss

Pizza - 485 Grad in Köln - in 60 Sekunden zum unglaublichen Genuss

Teigrohlinge

Pizza - 485 Grad in Köln - in 60 Sekunden zum unglaublichen Genuss

Pizza Regina Margherita

Pizza Regina Margherita

Pizza Regina Margherita

Pizza Regina Margherita

Pizza Regina Margherita

Pizza "Popeye Pie"

Pizza "Popeye Pie"

Pizza "Popeye Pie"

Pizza Salami mit extra Fenchel Salsiccia

Pizza Salami mit extra Fenchel Salsiccia

Pizza Salami mit extra Fenchel Salsiccia

Pizza "The Speckenwolf"

Pizza "The Speckenwolf"

485 grad pizza koeln 32

3 Kommentare zu "Pizza - 485 Grad in Köln - in 60 Sekunden zur italienischen Offenbarung "

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    b.labetzsch 5. August 2014 (17:14)

    Kann ich bestätigen, das ist geschmacklich schon ganz weit vorne. Und wenn es dann bald auch noch vino gibt….aber der Laden brummt ja jetzt schon.

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    Uwe 12. August 2014 (15:24)

    Das ist ja mal ein gigantischer Ofen und die Pizzas sehen ja zum anbeißen aus. Schade das ich nicht in der nähe wohne, in die würde ich gerne mal beißen.

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    Ylva 14. August 2014 (11:01)

    Na, eins ist klar oder? Wir müssen nach Köln! ;-)
    Lieben Dank für den Bericht (und erst recht in den Einblick in die Karte) – wir haben schon im Küchenfunk ganz gespannt gelauscht. Das hört sich einfach so fantastisch an!
    Viele Grüße,
    Ylva

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