Kürbis-Gnocchi mit Ziegenkäse & Erdnüssen zum 2Naturkinder Heimat Silvaner

Dieser Überraschungsgang ist im Rahmen des Franken FoodCamps am zweiten Abend entstanden. Am ersten Abend habe ich die Kürbisgnocchi verbrochen und zwar zu einem kurzgebratenen Herz vom Schwäbisch-Hällischen-Schwein in Balsamico. Es war aber noch so viel Gnocchimasse übrig und ich habe sie mal für den nächsten Tag kalt gestellt. Sie wegzuschmeißen habe ich nicht übers Herz gebracht. Da uns am zweiten Tag aber schon 11 Gänge erwartet haben, dachte ich einfach an einen sehr feinen kleinen Löffel der schnell im Mund verschwindet und nicht unnötig Platz weg nimmt.

Als wir diesen kleinen Gang dann noch im Menü untergebracht bekommen hatten, kam Torsten noch mit einer Idee. Michael vom Weingut 2naturkinder hatte seinen 2013er Heimat Silvaner dabei und suchte noch ein Foodpairing. Nur kurz überlegt und dann die einstimmige Meinung – das passt wunderbar zusammen.

Dieser Wein hat eine wahnsinnige Komplexität. Es handelt sich dabei um einen Orange-Wine – dabei werden in diesem Fall die Trauben acht Tage lang mit der Haut fermentiert. Danach werden sie ganz sanft gepresst und fast 7 Monate im Barrique Holzfass gelagert. Dort arbeiten unteranderem wilde Hefen an der Alkoholproduktion. Das Schwefeln der Weine fällt auch sehr sehr sanft aus. Die Farbe des Weins ist trüb, da er nicht filtriert wird. Alle Arbeitsschritte passieren von Hand, von der Lese bis zum fertigen Wein. Dadurch das er nicht filtriert ist, bekommt er auch seine typisch orange Farbe. Dieser Wein hat es in sich und ist nicht als erfrischender Sundowner für die Terrasse gedacht . Er verlangt Aufmerksamkeit, möchte das man sich mit ihm beschäftigt und seine Komplexität ergründet. Michael hat in seinem Blog auch von dem schönen Abend bei uns berichtet.


Kürbis-Gnocchi mit Ziegenkäse und Erdnüssen

Zutaten für ca. 40 Gnocchi:

  • 250g Mehligkochende Kartoffeln (geschält)
  • 250g Hokkaido Kürbis, entkernt
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 200g Mehl
  • Salz

Zutaten für das Toping:

  • 50g Ziegenfrischkäse
  • 100g Erdnüsse gesalzen
  • Quitten-Chili-Chutney nach Buschcooks Kitchen [Rezept]

Zubereitung:

  1. Backofen vorheizen – 200° C
  2. Hokkaido würfeln und in eine Auflaufform geben. Mit ein wenig Olivenöl beträufeln und im Backofen weich garten. Es sollte ordentlich Flüssigkeit vom Kürbis verloren gehen.
  3. Kartoffeln in einem Topf mit zwei Fingerbreit Wasser garen bis sie weich sind. Ggf. noch Wasser nachfüllen – nicht anbrennen lassen. Danach kurz ausdampfen lassen und noch warm mit dem Kürbis durch eine Kartoffelpresse geben.
  4. Wenn die Masse noch lauwarm ist, Eier und Mehl untermischen, kneten und mit Salz abschmecken.
  5. Dann den Teig für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  6. Mit so wenig Mehl wie möglich Würste aus dem Teig formen und danach mit einem Messer die Gnocchi schneiden.
  7. In einem großen Topf mit sprudelnd kochendem Salzwasser kochen bis sie an der Oberfläche schwimmen. Dann mit einer Schaumkelle abschöpfen und auf einem Backblech mit Olivenöl beträufelt lagern.
  8. Die Erdnüsse grob hacken und in einer Pfanne anrösten.
  9. Vor dem Servieren die Gnocchi noch einmal kurz durch eine Pfanne mit Butter schwenken und mit den gerösteten Erdnüssen, dem Ziegenkäse und dem Quitten-Chili-Chutney servieren.

Kürbis-Gnocchi mit Ziegenkäse und Erdnüssen zum 2Naturkinder Heimat Silvaner 2013

Kürbis-Gnocchi mit Ziegenkäse und Erdnüssen zum 2Naturkinder Heimat Silvaner 2013

Kürbis-Gnocchi mit Ziegenkäse und Erdnüssen zum 2Naturkinder Heimat Silvaner 2013

Kürbis-Gnocchi mit Ziegenkäse und Erdnüssen zum 2Naturkinder Heimat Silvaner 2013

Kürbis-Gnocchi mit Ziegenkäse und Erdnüssen zum 2Naturkinder Heimat Silvaner 2013

2 Kommentare zu "Kürbis-Gnocchi mit Ziegenkäse & Erdnüssen zum 2Naturkinder Heimat Silvaner"

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    Michael 21. November 2014 (16:50)

    Ha- das werde ich nachkochen wenn ich das nächste Mal eine Flasche aufmache. Danke!

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    Claus 21. November 2014 (22:30)

    Ich hab´s eigentlich garnicht richtig gewürdigt. So viele Eindrücke. Da biste in meinem Alter schon mal überfordert. War schon schön. Beides.

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